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Feinschliff am eigenen Text: Feedback-Intensivseminar

JournalistenAkademie der Friedrich-Ebert-Stiftung
Würzburg, 21. – 23. 11. 2011

Konzentrierte Arbeit an Wörtern und Texten

Ein Seminarbericht von Nina Weiler und Susanne Liedtke

Worin unterscheidet sich eine Reportage von einem Feature? Selbst Journalisten kennen die feinen Unterschiede häufig nicht im Detail. Insofern haben alle Teilnehmer/innen des neu konzipierten Seminars „Feinschliff am eigenen Text“ fachlich sehr profitiert. Und dies, obwohl sich in der Akademie Frankenwarte in Würzburg eine sehr heterogene Gruppe eingefunden hatte: neben Profi-Journalisten auch klassische Quereinsteiger mit ganz unterschiedlichem beruflichen Hintergrund, beispielsweise ein Meteorologe, der für eine Wetteronline-Seite das Wetter kommentiert, eine gelernte Landwirtin, die in einer brandenburgischen Kleinstadt ein Stadtmagazin herausgibt, oder eine Ernährungswissenschaftlerin, die Forschungsergebnisse zum Thema Ökolandbau journalistisch aufbereitet.

Für die erfahrene Seminarleiterin Ulrike Schnellbach war es sicherlich keine leichte Aufgabe, allen Interessen und dem unterschiedlichen fachlichen Know-how der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gerecht zu werden. Doch am Ende war es für alle ein bereicherndes Seminar. „Besonders gelungen“, so betonten die Teilnehmer/innen unisono, „waren die intensiven Feedbackmöglichkeiten und die konzentrierte Arbeit am eigenen Text.“ In Kleingruppen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich austauschen und gemeinsam Verbesserungsvorschläge für die vorab eingereichten Texte diskutieren. Spannend war es dann für alle Beteiligten, inwiefern die Vorschläge aus der Feedback-Gruppe mit der Textbewertung von Ulrike Schnellbach übereinstimmten. In den meisten, aber nicht in allen Fällen fiel das Urteil einheitlich aus. Schließlich ist es mitunter schlichtweg eine Frage des persönlichen Geschmacks und des eigenen Interesses, ob ein Text den Leser anspricht.

Achtung vor dem Werk des Anderen

So unterschiedlich wie die journalistischen Ausdrucksformen, so unterschiedlich sind auch die Menschen, die sie nutzen – sei es um zu informieren, zu unterhalten oder komplizierte Sachverhalte verständlich zu machen. Neben dem Wissen um korrekte Rechtschreibung und Grammatik sowie um die Einsatzmöglichkeiten der journalistischen Darstellungsformen steckt in Berichten, Reportagen oder Features immer auch viel Herzblut des Autors. Die Achtung vor dem Werk des Anderen zu wahren und gleichzeitig die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu verbessern, war das Anliegen des Seminars „Feinschliff am eigenen Text“ der Journalistenakademie in der Würzburger Akademie Frankenwarte.

Im Einzel-Feedback mit der Dozentin Ulrike Schnellbach und in wechselnden Feedback-Runden der Teilnehmer/innen wurden mitgebrachte Texte besprochen und bewertet. Hier war kritisches Lesen gewollt und gefordert. In einem offenen Konzept konnte parallel geschrieben, besprochen oder gelesen werden. Die Dozentin ging dabei auf Wünsche der Teilnehmer ein. Der Tagesablauf entwickelte sich daraus in Absprache. So wurden nebenbei punktuell Aspekte der journalistischen Darstellungsformen wiederholt, die Wahl von Überschriften besprochen sowie Aufbau und Spannungsbogen von Texten analysiert – immer an konkreten Beispielen. Am Ende standen für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin konkrete Verbesserungsmöglichkeiten des eigenen Schreibstils und ein Wissenszuwachs in allgemeinen Fragen des journalistischen Handwerks.

 

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